Die verschiedenen Arten von Atemschutzmasken


Im Kampf gegen den Corona-Virus spielen Atemschutzmasken eine wichtige Rolle. Vielerorts herrscht mittlerweile eine Maskenpflicht, beispielsweise beim Einkaufen, in öffentlichen Gebäuden oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Während anfangs die Preise für die Masken immens anstiegen und diese in den meisten Geschäften sogar ausverkauft waren, sind sie inzwischen fast überall in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich.

Verschiedene Arten von Atemschutzmasken

Zum einen gibt es Einwegmasken aus Polypropylen. Diese sind meist dreilagig und bereits nach einmaligem Gebrauch zu entsorgen. Die vom Atem durchfeuchtete Maske bietet nämlich einen idealen Nährboden für Viren und Bakterien aus der Umgebungsluft. Eine Möglichkeit die Masken wiederverwendbar zu machen, z.B. durch Einsprühen mit Desinfektionsmittel, gibt es nicht. Da Einwegmasken also auf Dauer sehr kostspielig ist und zudem viel Müll produziert, sollte über die Verwendung einer geeigneten Alternative nachgedacht werden.

Eine Alternative sind wiederverwendbare Stoffmasken aus Baumwolle oder Polyester. Diese können entweder selbst genäht oder fertig gekauft werden. Sie sehen durch die große Variation an Farben und Mustern nicht nur besser aus, sondern können durch einen Waschgang in der Waschmaschine ganz einfach gereinigt werden. Empfehlenswert sind hierbei 60°C.

Schutzmasken mit FFP3, FFP2 oder FFP1 Filter

Zur Kategorie der partikelfilternden Halbmasken gehören neben FFP1 und FFP2 auch FFP3 Masken. Diese sind nach BfArM Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und haben die Aufgabe, den Träger vor Aerosolen, Partikeln und Tröpfchen zu schützen. FFP3 Masken dürfen bei einer Schadstoffkonzentration vom bis zu 30 fachen des Arbeitsplatzgrenzwerts eingesetzt werden. Sie schützt besonders gegen gesundheitsschädliche Partikel, wobei mindestens 99% der Schadstoffe aus der Luftgefiltert werden. Typische Anwendungsgebiete sind unter anderem bei der Arbeit mit Schwermetallen, Bremsstaub und radioaktiven Stoffen. Aber auch bei der Pflege von Patienten, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, finden diese Schutzmasken neben FFP2 Masken Verwendung.

FFP2 Masken dürfen bei einer Schadstoffkonzentration vom bis zu 10 fachen des Arbeitsplatzgrenzwerts eingesetzt werden. Im Gegensatz zu einem Mundschutz mit FFP3 Filter schützen sie jedoch nicht vor krebserregenden Partikeln, radioaktiven Stoffen, luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3 oder Enzyme. Mindestens 94% der Schadstoffe werden durch diese Masken aus der Luft gefiltert.

FFP1 Masken werden bei einer Schadstoffkonzentration vom bis zu 4 fachen des Arbeitsschutzgrenzwerts eingesetzt. Sie schützen gegen ungiftige Partikel, nicht jedoch gegen die gesundheitsschädlichen Stoffe, gegen die FFP2 oder FFP3 Masken schützen. Sie filtern mindestens 80% der Schadstoffe aus der Luft und werden hauptsächlich in der Lebensmittelindustrie verwendet.

Beim Kampf gegen das Corona-Virus empfiehlt des Robert-Koch-Institut (RKI) Masken mit mindestens der Schutzstufe FFP2, besser noch FFP3. In dem Fall, dass diese Masken über ein Ventil verfügen muss jedoch beachtet werden, dass dieses nur die Außenluft, jedoch nicht die vom Träger ausgeatmete Luft filtert. Somit wird zwar der Träger der Maske, nicht aber sein Umfeld vor einer Infektion geschützt. Von Masken dieser Art wird also im Kampf gegen das Corona-Virus abgeraten.

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